Spezial- und Fachberatungsstellen zwischen Jugendhilfe und Justiz

 

Dirk Bange

 

Ich freue mich sehr darüber, dass ich als Mann zu dieser Jubiläumsveranstaltung eingeladen worden bin, um ein Referat über die Bedeutung von Spezial- bzw. Fachberatungsstellen zu halten. Es zeigt mir, wie weit die Diskussion über die sexuelle Gewalt an Kindern mittlerweile gekommen ist und wie weit ehemals bestehende ideologische Hemmnisse überwunden worden sind. Noch vor zehn Jahren wäre es kaum vorstellbar gewesen, dass ein Mann ein solches Referat hätte halten dürfen. Außerdem wäre eine solche Veranstaltung vor zehn Jahren noch gar nicht möglich gewesen, weil es bundesweit keine einzige Spezial- bzw. Fachberatungsstelle gab, die zehn Jahre existierte. Es sind in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren viele Hilfeangebote für betroffene Kinder und ihre Vertrauenspersonen entwickelt worden, auf die Sie, und alle die daran mitgewirkt haben, stolz sein können – auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt. 

 

 

Zur Geschichte der Spezialberatungsstellen

 

Als Anfang der Achtzigerjahre „sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen“ öffentlich gemacht wurde, gab es weder nennenswerte Literatur noch eine relevante Debatte in den helfenden Berufen. In den juristischen, medizinischen, sozialen und pädagogischen Ausbildungsgängen tauchte diese Thema in den Lehrplänen nicht auf. Die Beachtung von Opfern und deren Interessen hing fast ausschließlich vom Einsatz Einzelner ab, die sich mutig für sie einsetzten (Mebes 2002).

 

Die sexuell missbrauchten Mädchen und Frauen, Jungen und Männer machten in diesen Jahren vielerorts die Erfahrung, dass ihnen nicht zugehört, ihnen nicht geglaubt und ihnen die Schuld zugeschrieben wurde. Sie fanden dem entsprechend kaum angemessene Hilfe und blieben meist mit ihrem Leiden allein (Weber & Rohleder 1995, 55). Das was im Amerikanischen „blaming the victim“ genannt wird, war in Deutschland an der Tagesordnung. Die folgende Aussage einer Frau aus diesen Jahren soll diese bedrückende Situation beispielhaft illustrieren:

„Vorausgegangen waren missglückte Gespräche mit einer Psychologin von ´Pro Familia´ sowie einem Psychiater. Diese wollten mir klarmachen, dass kein Kind sich 10 Jahre lang sexuell missbrauchen lassen würde, ohne es selbst zu wollen. Einen Schaden hätte ich erst recht nicht davon getragen (...). Auch wurde mir gesagt, dass es ganz normal sei, dass ich in meiner Phantasie den Wunsch äußerte, mit meinem Vater sexuelle Kontakte zu unterhalten“ (Jäckel 1988, 30).

 

Die Betroffenen und die wenigen Professionellen, die sich für sexuell missbrauchte Mädchen und Jungen einsetzen wollten, waren deshalb in aller Regel auf sich selbst zurückgeworfen. Diese Situation führte dazu, dass sich vie­lerorts betroffe­ne und profes­sionell inter­essierte Frauen in Selbsthilfe- und Be­rufsgrup­pen zusam­men­schlossen (Nitschke 1985). Die erste Selbsthilfegruppe wurde von Anne Voss und Marion Mebes im Sommer 1992 in Berlin gegründet (Mebes 2002).

 

Aus diesen Selbsthilfegruppen und Initiativen sind schon kurz darauf die ersten spezialisierten ­Anlauf- und Bera­tungs­stellen gegen se­xuellen Miss­brauch hervor­gegangen, die sich gezielt und mit neuen Hand­lungsansät­zen der Proble­matik sexuel­len Missbrauchs annah­men. Sie wollten zunächst der Nichtbeachtung, Ausgrenzung, Schuldzuweisung und Stigmatisierung von Mädchen und Jungen mit sexuellen Gewalterfahrungen durch die klassischen sozialen Dienste ein fachkompetentes und adäquates Hilfsangebot für Betroffene entgegen setzen. Außerdem war und ist es bis heute ein zentrales Anliegen spezialisierter Beratungsstellen, durch Öffentlichkeits-, Aufklärungs- und Fortbildungsarbeit zu einer Qualifizierung des gesamten Hilfesystems beizutragen (Weber 2002).

 

Die erste Einrichtung dieser Art war die Beratungsstelle “Wildwasser” in Berlin, die zusammen mit einer Zufluchtswohnung für Mädchen mit sexuellen Gewalterfahrungen von der Bundesregierung als Modellprojekt gefördert und in diesem Rahmen auch wissenschaftlich begleitet wurde (vgl. Günther, Kavemann & Ohl, 1993). Ab Mitte der Achtziger- bis Anfang der Neunzigerjahre entstanden in vielen Städten vergleichbare Einrichtungen wie z.B. Zartbitter Köln oder eben Neue Wege in Bochum. Mittlerweile gibt es in fast jeder größeren Stadt - und nach und nach auch in ländlichen Regionen - entsprechende spezialisierte Beratungsangebote.

Die Ärztlichen Beratungsstellen, die in dieser Zeit insbesondere in Nordrhein-Westfalen eingerichtet wurden, wurden damals von vielen kritisch beäugt. Man vermutete u.a., dass Ärzte sich des Themas bemächtigen wollten, dass Klientinnen und Klienten durch die Nähe zum medizinischen Bereich eher abgeschreckt würden und dass sich die Kooperation mit den Ärztlichen Kinderschutzambulanzen schwer gestalten würde. Heute spielen diese Befürchtungen keine große Rolle mehr, weil die Praxis sie widerlegt bzw. zerstreut hat.

 

Zu Beginn der Diskussion über den sexuellen Missbrauch wurde das Thema fast ausschließlich von Frauen besetzt. In diesen Jahren wurde auch fast nur über die sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen diskutiert. Ich möchte in diesem Zusammenhang an so wichtige Bücher wie „Väter als Täter. Sexuelle Gewalt gegen Mädchen“ von Barbara Kavemann und Ingrid Lohstöter (1984) oder „Sexueller Missbrauch an Mädchen. Ein Handbuch für Beratung und Therapie“ von Rosemarie Steinhage (1989) erinnern. Erst Anfang der Neunzigerjahre wurde deutlich, dass auch Jungen direkt von sexueller Gewalt betroffen sein können (Glöer & Schmiedeskamp-Böhler 1990, Bange 1990). Männliche Bezugspersonen als Helfer, nicht missbrauchende Väter/Stiefväter oder Partner wurden ebenfalls erst später mit zunehmender Auseinandersetzung und Professionalisierung wahrgenommen.

 

Ausgehend von solch neuen Erkenntnissen haben viele Spezial- und Fachberatungsstellen in den vergangenen Jahren ihr Angebot ausdifferenziert. Vielerorts gehören heute neben Mädchen auch Jungen, neben Müttern auch zu den Zielgruppen der Anlauf- und Beratungsstellen. Gruppenangebote, therapeutische Unterstützung, Prozessbegleitung, präventive Angebote und Informationsveranstaltungen in Schulen, Kindergärten etc. sind mittlerweile ein weiterer fester Bestandteil der Arbeit vieler Einrichtungen. Neben der Beratungsarbeit ist nach wie vor die Fort­bildung und Bera­tung professioneller Helferinnen und Helfer ein Schwerpunkt der meisten spezialisierten Beratungsstellen. Nach zum Teil kontroversen Diskussionen haben sich einige Fachberatungsstellen wie Neue Wege hier in Bochum oder Widerspruch in Kiel auch für die Arbeit mit jugendlichen Tätern geöffnet.

 

 

Das Prinzip Parteilichkeit

 

Viele Spezial- und Fachberatungsstellen haben ausgehend von der Situation, dass sexuell missbrauchten Kindern nicht geglaubt oder ihnen die Schuld für den sexuellen Missbrauch zu geschoben wurde, Parteilichkeit zum Prinzip ihrer Arbeit gemacht. Das Prinzip Parteilichkeit wurde im feministischen Diskurs Ende der Siebzigerjahre durch die Frauenbewegung geprägt (vgl. Hagemann-White, Kavemann & Ohl 1997). Mit der Wahl dieses Leitprinzips wandten sich die Spezial- und Fachberatungsstellen ausdrücklich gegen Beratungsansätze, die Berichte über sexuelle Gewalt im Kontext psychoanalytischer Theorie als Ausdruck ödipaler Konflikte deuten und somit ins Reich der Fantasie verweisen oder die die Ursachen sexueller Gewalt im Rahmen von familientherapeutischen Betrachtungen vor allem in dysfunktionalen Familienstrukturen sehen. Demgegenüber setzen die spezialisierten Beratungsstellen am Machtgefälle in Familien - zwischen Erwachsenen und Kindern, vor allem aber auch zwischen Männern und Frauen - an und verbinden diese Analyse mit einer eindeutigen Parteinahme zu Gunsten der Betroffenen. Der parteiliche Arbeitsansatz konkretisiert sich u. a. darin,

·      dass konsequent die Wahrnehmung, die Bedürfnisse und die Interessen der Betroffenen im Mittelpunkt des Beratungsprozesses stehen,

·      dass den Betroffenen Schutzräume angeboten werden, die es ihnen ermöglichen, eigene Stärken auf- und auszubauen und ihre Handlungsfähigkeiten zu erweitern,

·      dass nicht die (gesellschaftliche) Machtlosigkeit der Betroffenen Ausgangspunkt der Hilfe ist, sondern ihre vorhandenen Ressourcen,

·      dass Verantwortlichkeiten klar benannt werden, die Betroffenen von Schuldgefühlen entlastet werden und z.B. den Familienmitgliedern je eigene Beraterinnen bzw. Berater  zur Seite gestellt werden, um Loyalitätskonflikte zu vermeiden,

·      dass Frauen/Mädchen von Frauen und Jungen/Männer von Männern beraten werden, solange sie es nicht ausdrücklich anders wünschen,

·      dass in der Regel nicht mit Tätern und Täterinnen gearbeitet wird,

·      dass das polarisierte Geschlechterverhältnis in der Täter-Opfer-Relation, wonach die Opfer mehrheitlich Frauen und Mädchen und die Täter mehrheitlich Männer sind, als Erklärungshintergrund berücksichtigt wird und

·      sich die Projekte gesellschaftlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Frauen/Mädchen engagieren (vgl. Hartwig & Weber 2000; Schlathölter 2002).

 

Das Prinzip Parteilichkeit ist also nicht nur ein Beratungsansatz, sondern es hat auch eine gesellschaftspolitische Dimension. Das bestehende Geschlechterverhältnis wird als wesentlicher Grund für sexualisierte Gewalt an Mädchen (auch Jungen) und Frauen angesehen. Über die Parteinahme für Mädchen und Frauen hinaus benennen deshalb die auf dieser Basis arbeitenden Spezialberatungsstellen auch deutlich die Gewalt, ihre Verursacher und die verursachenden Systemzusammenhänge und versuchen sie zu verändern. Hierbei ist das Erreichen eines gesellschaftlich - gewaltfreien Zusammenlebens von Frauen und Männern das Ziel. Fälschlicherweise wird Parteilichkeit häufig als gegen die Gesellschaft arbeitend verstanden. Parteilichkeit ist jedoch eine gesellschaftsbefürwortende Utopie (Schlathölter 2002).

 

Parteilichkeit erfordert deshalb auch eine Haltung, die Professionelle in ihrer Beratungs- und/oder Therapiearbeit einnehmen. Um diese Haltung zu entwickeln, ist es unabdingbar notwendig, sich mit den Rollen innerhalb des Geschlechterverhältnisses auseinander gesetzt zu haben (Schlathölter 2002).

 

 

Kritik am Prinzip Parteilichkeit und den Spezialberatungsstellen

 

Die Urteile in den „Wormser Kindesmissbrauchsverfahren“, im so genannten Montessori-Prozess“ und andere strittige Gerichtsverfahren haben eine teilweise polemisch geführte Diskussion um die Interventionspraxis der Jugendhilfe und insbesondere parteilich arbeitender Spezialberatungsstellen entfacht. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde und wird unprofessionelles Verhalten vorgeworfen: Sie würden

·      den Verdacht auf sexuellen Missbrauch mit der Tatsache gleichsetzen,

·      die Aussagen der Kinder durch suggestives Befragen verzerren,

·      mit zweifelhaften Methoden (z.B. anatomisch korrekten Puppen) Diagnostik betreiben,

·      meist hinter dem Rücken der Eltern operieren,

·      die Vorschriften des Kinder- und Jugendhilfegesetzes nicht strikt genug anwenden und

·      Datenschutzbestimmungen missachten (z.B. Wolff 1997, 6ff.; Schade, Erben, Schade 1995).

 

In manchen Beiträgen wird gar von „Hexenverfolgung“ oder „religiösem Eifer“ gesprochen (z.B. Schade, Erben & Schade 1994). Die im Rahmen parteilich arbeitender Spezialberatungsstellen geleistete Diagnostik wird als der Wahrheitsfindung in gerichtlichen Verfahren abträglich disqualifiziert (z.B. Endres & Scholz 1994).

 

 

Was ist zu dieser Kritik zu sagen?

 

Erstens ist einzuräumen, dass es in Einzelfällen zu Fehlern gekommen ist. Dies ist bei der Intervention in schwierigen Fällen von sexuellem Missbrauch auch kaum vermeidbar. Solche Fehler müssen ohne Zweifel zum Anlass genommen werden, die Interventionspraxis kritisch auf Schwachstellen hin zu überprüfen. Außerdem muss es ohne Wenn und Aber Ziel aller Beteiligten sein, solche Fehler zu vermeiden und die „Regeln der Kunst“ einzuhalten (Bange 2000). Da sich die Spezial- und Fachberatungsstellen über Jahre viel Wissen bezüglich der Intervention beim sexuellen Missbrauch angeeignet haben, sehe ich es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, sich in dieser Diskussion an die Spitze zu setzen und an der Entwicklung solcher Standards federführend mitzuwirken. Wer, wenn nicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spezial- und Fachberatungsstellen, ist denn sonst für diese Aufgabe vergleichbar qualifiziert?  

 

Die in verschiedenen kritischen Veröffentlichungen indirekt geäußerte Unterstellung, dass sie sich die Jugendhilfe im Allgemeinen und die Spezial- und Fachberatungsstellen im Besonderen nicht selbstkritisch mit ihrer Praxis auseinander setzen, ist jedoch zurückzuweisen. So tauchen z.B. in neueren Veröffentlichungen die so genannten Symptomlisten nicht mehr auf. Außerdem zeigen verschiedene Untersuchungen, dass von einem voreiligen Vorgehen der Jugendhilfeeinrichtungen beim Verdacht von sexuellen Missbrauch nur in seltenen Fällen gesprochen werden kann (Fegert u.a. 2001; Busse, Steller & Volbert 2000). Selbst Detlef Busse, Max Steller und Renate Volbert (2000, 51), die in dieser Hinsicht bisher mit Kritik an der Jugendhilfe nicht immer gespart haben, kommen aufgrund ihrer Untersuchung über Sorge- und Umgangsrechtsverfahren zu der Feststellung:

 

„Insgesamt war den Stellungnahmen mit Angaben zum Missbrauchsvorwurf zu entnehmen, dass sich die Jugendämter bei einem Großteil der Fälle mit einer Beurteilung des Vorwurfs zurückhielten. Dennoch gab es auch Einzelfälle, bei denen der Eindruck entstand, dass unangemessene diagnostische Strategien bei der Verdachtsaufklärung verwendet und fehlerhafte Interpretationen und Schlussfolgerungen gezogen wurden.“

 

Zweitens sollten sich die Gutachterinnen und Gutachter mit der Kritik an der Jugendhilfe etwas zurückhalten oder zumindest mit der gleichen Vehemenz auf eigene Unzulänglichkeiten hinweisen. Das Urteil vom BGH vom 30. Juli 1999 (1 StR 618/98) zu den Mindestanforderungen an Gutachten ist auch eine Reaktion darauf, dass ein methodischer Wildwuchs das gutachterliche Vorgehen in der Praxis prägte und viele Gutachten den Ansprüchen nicht genügen (Fegert 2001, 26). So kommt Jörg-Michael Fegert (2001, 25) nach einer qualitativen Auswertung von 40 Gutachten, die zwischen 1994 und 1999 in Mecklenburg-Vorpommern erstellt wurden, u.a. zu dem Ergebnis, dass „eine Hypothesenbildung, wie sie der BGH fordert, fanden wir nur in vier von 40 Gutachten“. Detlef Busse, Max Steller und Renate Volbert (2000) kommen im Rahmen ihrer Analyse von 22 Gutachten aus Berliner Familiengerichtsverfahren zu dem Ergebnis, „dass in einem überwiegenden Teil der Gutachten die Mindestanforderungen – wie sie im Urteil des BGH vom 30. Juli 1999 festgeschrieben wurden – nicht eingehalten worden sind“.   

 

Da also alle beteiligten Professionen Fehler machen, sollten sich drittens die unterschiedlichen Professionen weniger als bisher mit gegenseitigen Vorwürfen überziehen. Sie sollten stattdessen miteinander darüber diskutieren, was es für die Praxis bedeutet, dass der Anspruch des Kindes auf angemessene und frühzeitige Hilfen sowie die Notwendigkeiten eines gerichtlichen Verfahrens nicht immer in Einklang bringen zu sind. Es geht aus ethischen Gründen z.B. nicht, dass – wie manche Gutachter und Juristen fordern - Kinder bis zur Begutachtung bzw. bis zum Abschluss eines Strafverfahrens keine therapeutische Hilfe bekommen sollen. Auch wenn dahinter die Sorge steckt, dass bei Kindern durch Therapie Fantasie und Wirklichkeit durcheinander geraten können und sie deshalb nicht mehr glaubwürdig sind, grenzt es an unterlassener Hilfeleistung, wenn man ein emotional verletztes Kind so lange ohne entsprechende Hilfe lässt. Hier werden mögliche Erfordernisse eines Strafverfahrens auf Kosten der betroffenen Mädchen und Jungen zu Leitlinien des Handelns erhoben. Für Fach- und Spezialberatungsstellen erwächst hieraus die Aufgabe, deutlich Position für die Interessen der betroffenen Mädchen und Jungen zu beziehen.

 

Gleichzeitig müssen aber die Helferinnen und Helfer aus der Jugendhilfe in solchen Fällen die Interventionen so einleiten und durchführen, dass die möglichen Erfordernisse eines späteren Strafverfahrens berücksichtigt werden. So sollten z.B. nur entsprechend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe Kinder gezielt nach sexuellem Missbrauch befragen. Solche Befragungen setzen ein hohes Maß an Wissen u.a. über Befragungstechniken und entwicklungspsychologische Prozesse voraus, das bei Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern meist nicht gegeben ist. Können solche Expertinnen und Experten nicht einbezogen werden, sollten Gespräche mit Kindern über den Verdacht eines sexuellen Missbrauchs zumindest auf Tonband aufgezeichnet werden, damit die Anzahl der Befragungen der Kinder möglichst gering gehalten wird und im möglicherweise folgenden Strafverfahren die Aussageentstehung nachvollzogen werden kann. Die Spezial- und Fachberatungsstellen haben aus meiner Sicht die Aufgabe, sich solches Wissen anzueignen. Aber auch sie sollten diagnostische Gespräche nicht regelhaft und ohne genaue Analyse des Einzelfalls durchführen. Wenn z.B. die Justiz bereits involviert ist, muss genau abgestimmt werden, welche Befragung, von welcher Person durchgeführt, im Sinne des betroffenen Kindes Sinn macht. Wie notwendig und wichtig für die betroffenen Kinder es ist, dass auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe und der Spezialberatungsstellen mögliche Erfordernisse eines noch folgenden Gerichtsverfahrens nicht aus den Augen verlieren, belegt ein Ergebnis der Untersuchung von Jörg Michael Fegert u.a. (2001, 18f.). Bei der Analyse von knapp 50 Fällen aus Köln und Berlin zeigte sich, dass in fast der Hälfte der Fälle nach zwei Jahren doch durch irgendjemanden eine Strafanzeige erfolgte.

 

 

Spezialberatungsstellen im Kontext einer lebensweltorientierten Jugendhilfe

 

Neben der Kritik am parteilichen Arbeitsansatz sind Beratungsstellen gegen sexuellen Missbrauch von Beginn an als ‘Spezialangebote’ misstrauisch beäugt worden. Spätestens mit dem 8. Jugendbericht der Bundesregierung hat das Konzept der Lebensweltorientierung in der Jugendhilfe starke Beachtung gefunden (vgl. Bange, Gindorf, Normann & Steege 2000). Dort wurde gefordert, so wenig Spezialdienste wie möglich einzurichten, belegten doch Erfahrungen aus den Jugendämtern, dass durch wachsende Spezialisierung die Zahl der in einer Familie aktiven Fachkräfte ansteigt, ohne dass zumeist eine ausreichende Koordination der Hilfen gewährleistet ist (vgl. Achter Jugendbericht 1990, S. 184ff.).

 

Eine weitere Gefahr von Spezialdiensten liegt in der Ausgrenzung spezifischer Themen aus dem allgemeinen Hilfesystem. So kann das Vorhandensein von Spezialeinrichtungen dazu führen, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Regeleinrichtungen für bestimmte Problemlagen wie z. B. sexuelle Gewalterfahrungen entweder nicht ausreichend kompetent oder aber nicht länger zuständig fühlen und deshalb zumindest die schwierigen Fälle an die Spezialeinrichtungen delegieren. Aus Unsicherheit die Begleitung eines Mädchens oder eines Jungen an eine spezialisierte Einrichtungen abgeben zu wollen, ist zwar von einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein getragen. In der Wahrnehmung des betroffenen Kindes wirkt dies aber häufig als ein erneuter Beziehungsabbruch. Es zeigt sich dementsprechend auch oftmals, dass dies nicht funktioniert. Die Mädchen oder Jungen gehen zwei-, dreimal in die Spezialeinrichtung und brechen dann den Kontakt ab (Roth 1997, 212).

 

Auf struktureller Ebene kann das Vorhandensein von Spezialeinrichtungen dazu beitragen, dass die Jugendämter die Intervention bei Fällen sexuellen Missbrauchs nicht als ihre Aufgabe ansehen und deshalb keine organisatorischen und konzeptionellen Vorkehrungen treffen (Hebenstreit-Müller 1994, 152f.).

 

All dies führt zu der Gefahr, dass es zu langen Delegationsketten kommen kann. Die Kinder und ihre Vertrauenspersonen werden immer wieder an andere Einrichtungen weitervermittelt. Die Untersuchung von Fegert u.a. (2001) zeigt, dass solche Delegationsketten bei der Intervention beim sexuellen Missbrauch leider immer noch sehr häufig vorkommen.

 

In den Beratungsstellen gegen sexuellen Missbrauch hat die Auseinandersetzung mit den Gefahren der Spezialisierung von Beginn an Konzepte und Handlungsorientierungen mitbestimmt. Beziehungsabbrüche für die Betroffenen sowie Verantwortungsdelegationen im Hilfesystem sollten soweit wie möglich vermieden werden. sollen. Entsprechend zielt die Arbeit in den spezialisierten Beratungsstellen nicht darauf, „Fälle“ bzw. Fallverantwortung zu übernehmen (vgl. Günther, Kavemann & Ohl 1993, 165). Solange sich die Betroffenen nicht selbst an die Anlauf- und Beratungsstellen wenden, geht es vielmehr in erster Linie darum, den betroffenen Mädchen und Jungen - soweit vorhanden - schützende Vertrauenspersonen in ihrem sozialen Umfeld zu erhalten, diese in ihrer Auseinandersetzung mit der Thematik zu unterstützen und zu entlasten und/oder die Hilfeplanung und -koordination im bestehenden Hilfesystem fachlich zu beraten und zu begleiten (vgl. Enders 2001, S. 181ff.). Der Vernetzung mit anderen Einrichtungen und der Einbindung in das bestehende Hilfesystem wird von den Beratungsstellen ebenfalls ein hoher Stellenwert beigemessen.

 

 

Trotz allem: Spezialberatungsstellen sind erfolgreich

 

Trotz all dieser Einwände weisen Forschungsergebnisse nach, dass Spezialberatungsstellen erfolgreich arbeiten und für ein differenziertes Hilfeangebot in gewissem Umfang unverzichtbar sind. So kommt die Untersuchung über die „Leistungen und Grenzen der Heimerziehung“ beispielsweise zu dem Ergebnis, dass dem Thema sexueller Missbrauch in den nicht spezialisierten Einrichtungen kaum Beachtung geschenkt und das Verhalten der Mädchen und Jungen dort vielfach als untragbar erlebt, nicht aber als mögliche Bewältigungsform erlittener Gewalt verstanden wird. In einem Drittel der Fälle wurde die Gewaltproblematik im Verlauf der Hilfe gar nicht bearbeitet und in über 60 Prozent der Fälle wurden die Mädchen in zwei oder mehr Einrichtungen betreut. Des Weiteren zeigt sie, dass sich die Mädchen und Jungen im Durchschnitt aber sehr viel positiver entwickelten, wenn das Problem benannt wurde und somit Gegenstand der Hilfe war. Ein solch offener und bewusster Umgang mit der sexuellen Gewaltproblematik fand sich vor allem in den spezifischen Mädcheneinrichtungen und den Spezialeinrichtungen für Kinder und Jugendliche mit sexuellen Gewalterfahrungen (Finkel 1998, 368ff. und 377ff.). Offensichtlich trägt die Offenheit und bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema sexueller Missbrauch in den Spezialeinrichtungen dazu bei, dass die Betroffenen eher angemessene Hilfe finden und häufige Beziehungsabbrüche entsprechend vermieden werden können.

 

Ähnliches lässt sich auch bei einer Analyse der Leistungen und Angebote der spezialisierten Anlauf- und Beratungsstellen feststellen: Wenn es um Fra­gen und Beratungswünsche bei sexuel­lem Miss­brauch geht, wenden sich Betroffene und Hilfe Suchende in den meisten Fällen an die spezialisierten Beratungsstellen. Die Untersuchung von Monika Weber und Angelika Rohleder (1995) weist ­­die spezia­lisierten Bera­tungsstellen im Rahmen der Jugendhilfe als die Anlauf­stellen aus – zumin­dest in den alten Bundes­ländern; sie ran­gieren als An­sprech­partnerin­nen sogar vor den Ju­gendämtern (vgl. Weber & Rohleder 1995).

 

Von den Betroffenen werden die aus der Frauen­bewe­gung hervor­gegange­nen Pro­jekte als beson­ders positiv und hilf­reich beur­teilt (vgl. Frenken & van Stolk ­­1990, 261; Teegen u.a. ­1992). Dafür sind vor allem zwei Gründe ausschlag­ge­bend: ­

·      Die spezialisier­ten Bera­tungs­stellen weisen zunächst in ihrer Öffent­lich­keits­arbeit aus­drücklich dar­auf hin, Hil­fen bei sexuel­lem Miss­brauch anzu­bieten. Es zeichnet sich ab, dass solche Ange­bote insbe­sondere für be­trof­fene Frauen und Mädchen, die ge­zielt Hilfe bei sexuel­lem Miss­brauch suchen, beson­dere Be­deu­tung gewin­nen, wird ihnen doch hier signa­lisiert, auf "offe­ne Ohren" zu stoßen. Sie müssen weder be­fürchten, sich erst lang erklären zu müssen, noch, auf unsen­sible Gesprächspart­ne­rinnen zu sto­ßen. Von den anderen Angeboten, die Beratung bei sexuellem Missbrauch anbieten wie z.B. Pro Familia, Notdienste, Frauenberatungsstellen, die Erziehungs- und Familienberatungsstellen, die Jugendämter etc. weisen lediglich 50% durch Öffentlichkeitsarbeit auf das bestehende Angebot hin (Weber & Rohleder 1995, 112f.).

·      Hilfe Suchen­den ma­chen die spe­ziali­sier­ten Bera­tungs­ein­rich­tun­gen zu­dem das um­fas­send­ste An­ge­bot: Sofern es in den Re­gio­nen über­haupt wei­ter­führende Hil­fen gibt wie z. B. Selbsthilfe­grup­pen, sind diese fast ausnahms­los bei die­sen In­itiati­ven ange­sie­delt, d.h. Be­trof­fene werden nicht wie­der wegge­schickt.

 

Weiterhin leisten die problemzentrierten Hilfsangebote unverzichtbare Beiträge zur Qualifizierung des gesamten Hilfesystems. In den von Weber & Rohleder (1995) untersuchten Regionen waren die problemzentrierten Hilfsangebo­te die wichtig­sten Fortbil­dungsanbieter: Jede vierte der Fortbil­dungen, die die befragten 1.661 Fach­kräfte besucht haben, wurde von einer spezialisierten Bera­tungs­stelle durch­geführt. Die Mit­ar­beiterinnen in Einrichtun­gen wie "Wild­was­ser" haben das Thema sexuelle Gewalt in den Regionen als Erste - z. T. gegen erhebliche Widerstände - bewegt, sie verfügen in der Regel über die längste Er­fahrung in der Kommune oder Re­gion im Um­gang mit der Pro­ble­matik sexu­eller Ge­walt. Die Ergebnisse belegen, wie sehr die spezifi­schen Kom­peten­zen der Mit­arbei­terin­nen auch für eine ange­messe­ne Hilfe­stellung in anderen Ein­rich­tun­gen unver­zichtbar sind. Ergänzend dazu stellt eine Studie aus Niedersachsen fest, dass in Städten bzw. Regionen mit Spezialeinrichtungen das gesamte vorhandene Beratungsangebot stärker an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert ist als in Kommunen ohne solche Einrichtungen (vgl. Hagemann-White, 1992, 21).

 

Deshalb kann ich es Bochum nur wünschen, dass wir uns in zehn Jahren hier oder in einem ähnlichen Rahmen wiedersehen, um ein weiteres Jubiläum von Neue Wege zu feiern. Den Kolleginnen und Kollegen von Neue Wege wünsche ich weiter so viel kreative Energie wie in den zurückliegenden zehn Jahren.

 

 

 

Literatur

 

Achter Jugendbericht. (1990). Bericht über Bestrebungen und Leistungen der Jugendhilfe. Herausgegeben vom Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit. Bonn.

 

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Bange, D. (2002). Intervention - die „Regeln der Kunst“. In. Bange, D. & Körner, W. (Hg.). Handwörterbuch Sexueller Missbrauch. Göttingen: Hogrefe.

 

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