*wir über uns

Was ist ?

Neue Wege ist eine Beratungsstelle des Caritasverbandes für Bochum e.V. Es ist eine ärztliche und psychosoziale Beratungsstelle gegen Misshandlung, Vernachlässigung und sexuellen Missbrauch von Kindern. Hier arbeiten PsychologInnen, SozialpädagogInnen und HeilpädagogInnen. Bei Bedarf arbeiten wir eng mit der Kinderklinik zusammen, so dass immer auch ärztliche Untersuchungen möglich sind.

Neue Wege ist ansprechbar bei allen Fragen zum Thema Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Das kann sich um Verdacht auf Gewalthandlungen, berichtete und beobachtete Gewalt oder Erinnerungen an selbst erlittene Gewalt handeln. Die Gewalt kann als Prügel und Misshandlung erkennbar sein oder als sexueller Missbrauch und Vergewaltigung oder auch als starke körperliche und psychische Vernachlässigung. Außerdem ist es Gewalt gegen das Kind, wenn es mit ansehen muss, dass andere gewalttätig sind und z.B. der Vater die Mutter verprügelt oder die Mutter ein Geschwisterkind. Wenn Kinder akut in Gefahr sind, arbeiten wir je nach Bedarf mit der Kinderklinik und dem Jugendamt zusammen. Wir erstatten keine Anzeige.

Neue Wege ist eine Einrichtung der Bochumer Jugendhilfe, d.h. zu uns können alle Bochumer Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zu 26 Jahren kommen, sowie deren Eltern oder andere Angehörige. Wenn Menschen aus den Nachbarstädten unsere Hilfe suchen, muss das von den zuständigen Jugendämtern im Rahmen von Fachleistungsstunden bezahlt werden.

Darüber hinaus beraten wir ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, SeelsorgerInnen, JugendgruppenleiterInnen, NachbarInnen, d.h. alle Menschen, die erfahren haben oder befürchten, dass ein Kind misshandelt oder sexuell missbraucht wird und nicht wissen, was sie jetzt für die Kinder oder Jugendlichen tun können.

Wer zu uns kommt, tut das in der Regel freiwillig. Die Beratung ist kostenlos (d.h. sie wird durch Jugendamt und Caritas finanziert) und auf Wunsch auch anonym. Wir unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Wenn Jugendliche ohne Wissen ihrer Eltern kommen, beraten wir sie selbstverständlich auch. Die Eltern informieren wir erst, wenn die Jugendlichen damit einverstanden sind.

Neue Wege hat seit einigen Jahren zwei Abteilungen:
die Kinderschutzambulanz und die ambulante Rückfallvorbeugung.

Die Kinderschutzambulanz ist die ursprüngliche Beratungsstelle und macht die oben beschriebene Arbeit. Seit 2006 hat sie die Hilfe für Kinder und Jugendliche, die ZeugInnen häuslicher Gewalt sind, als weiteren Schwerpunkt aufgebaut (siehe news).

Konzeption häusliche Gewalt PDF


Seit ein paar Jahren haben wir außerdem eine Abteilung für Kinder und Jugendliche, die selbst sexuell belästigt und missbraucht haben, die Abteilung Ambulante Rückfallvorbeugung. Diese Abteilung hat eigene Räumlichkeiten, so dass Opfer und Täter sich nicht begegnen müssen. Sie liegt in der Lohbergtr. 2a.
Auch Jungen und Mädchen, die sexuell missbraucht haben, brauchen Hilfe, damit sie lernen, einen Weg für ihre Sexualität zu finden, der nicht andere Menschen verletzt und demütigt. Weil Menschen, die einmal angefangen haben, sexuell zu missbrauchen, dies häufig immer wieder tun, heißt die Abteilung Ambulante "Rückfallvorbeugung", d.h. wir wollen helfen, erneute Taten, also Rückfälle zu verhindern.

Wir arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen, die selbst sexuell missbraucht haben und selbstverständlich beraten wir auch bei ihnen ihre Eltern und Angehörigen, sowie ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, SeelsorgerInnen, JugendgruppenleiterInnen, NachbarInnen, kurz, alle Menschen, die sich um sie Sorgen machen und Unterstützung suchen.

Weitere Informationen zur Ambulanten Rückfallvorbeugung finden Sie hier:
Ambulante Rückfallvorbeugung HTML oder in der PDF-Kurzfassung hier:
Ambulante Rückfallvorbeugung PDF
Kurzkonzept - Rückfallvorbeugung für intelligenzgeminderte Kinder und Jugendliche, die massiv sexuell übergriffig agieren PDF

Hier eine Zusammenfassung der Konzeption und der Leistungsmerkmale der Beratungstelle
Konzeption Beratungsstelle PDF



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